Curriculum Fortbildung Sedation für Pflege-Fachpersonal

 

Ort: Bauchzentrum, Besprechungsraum
Zeit: Jeweils 8.00 – 8.45

Curriculum Fortbildung Sedation für Pflege-Fachpersonal (PDF), Stand 2. August 2013

Datum Thema  Kursunterlagen Referent
26.06.2013 Kardiovaskuläre Physiologie und Notfälle PDF Prof. R.Wiest
10.07.2013 Respiratorische Physiologie und Notfälle PDF PD Dr. J .Niess
07.08.2013 Pharmakologie und Anwendung Sedativa, Analgetika und vegetativ wirksame Medikamente – Teil 2 PDF Prof. R. Wiest
21.08.2013 Prä-endoskopisches Management PDF Dr. H. Horvath
11.09.2013 Post-endoskopisches Management Teil 1 PDF Dr. H. Horvath
18.09.2013 Intra-endoskopisches Management Teil 2 PDF Prof. R. Wiest
23.10.2013 Rechtliche und forensische Aspekte   Prof. A. Macpherson
06.11.2013 Pharmakologie und Anwendung Sedativa, Analgetika und vegetativ wirksame Medikamente – Teil 1 PDF Dr. O. Carstens


Lernziele des Curriculums- Generell:
  • Der/die Teilnehmer/in soll die Grundlagen der Pharmokologie, Pharmakokinetik und der verschiedenen Sedierungskonzepte, einschließlich des Nebenwirkungsprofils der gebräuchlichsten Substanzen, beherrschen
  • Er/Sie kennt die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Sedierungskonzepte, insbesondere der Propofolgabe, die individuell für das Risikoprofils des einzelnen Patientenfestgelegt werden müssen
  • Der/die Teilnehmer/in kennt die empfohlene Anzahl und Qualifikation des geforderten Personals und kann diese auf die Situation in der eigenen Abteilung übertragen
  • Der/die Teilnehmer/in kennt die strukturellen Rahmenbedingungen (räumlich-apparative und personelle Voraussetzungen) für eine sichere Durchführung der Analgosedierung vor, während und nach endoskopischen Eingriffen, insbesondere bei Propofolgabe, und kann die Defizite und Ressourcen seines eigenen Arbeitsplatzes einschätzen.
  • Der/die Teilnehmer/in kennt verschiedene Scores zur Risikoeinschätzung des Patienten, kann ihre Bedeutung einordnen und kann sein Handeln für das prä-, intra- und postendoskopische Mangement daraus ableiten:
    • Er/Sie kann den Patienten entsprechend der Risikoeinschätzung sach- und fachgerecht für den Eingriff vorbereiten, einschließlich sicherer Lagerung, Standardmonitoring und Versorgung des intravenösen Zugange
    • Er/Sie kann den Patienten selbständig sicher lagern und lagerungsbedingten Schäden vorbeugen
    • Er/Sie kann die Medikamente entsprechend der hygienischen Richtlinien sach- und fachgerecht vorbereiten und während des Eingriffs handhaben.
    • Er/Sie kennt die Beobachtungskriterien während des Eingriffs und kann diese sicher anwenden
    • Er/Sie kann den Patienten vor, während und nach dem Eingriff unter Zuhilfenahme des Monitorings und der Vitalzeichen einschätzen, beurteilen und ggf. entsprechende Maßnahmen einleiten (z.B. nasale Sauerstoffzufuhr)
    • Er/Sie kann die durchgeführten Maßnahmen fachgerecht dokumentieren • Der/die Teilnehmer/in kennt die Indikationen, Kontraindikationen und Delegationsgrenzen der Propofolsedierung, wie sie in der S-3 Leitlinie „Sedierung in der Endoskopie“ festgelegt sind.
  • Der/die Teilnehmer/in kennt die möglichen Komplikationen bezogen auf das jeweilig Sedierungskonzept, kann diese mit der aktuellen Situation und dem Risiko des Patienten in Verbindung bringen und kann entsprechende Maßnahmen einleiten und dabei mitwirken. Hierzu zählen:
    • Ateminsuffizienz
    • Herz-Kreislaufinsuffizienz
    • Schock
    • Behandlung akuter Beatmungsprobleme
    • BLS (Basic life support)
    • ALS (Advanced life support)
  • Der/die Teilnehmer/in kennt die Entlassungskriterien nach Interventionen unter Analgosedierung und kann den Patienten fachgerechte Verhaltenshinweise und Instruktionen geben.
  • Der/die Teilnehmer/in kennt die rechtlichen Aspekte und Inhalte der Aufklärung durch die Ärztin /den Arzt.
  • Der/die Teilnehmer/in kennt seine rechtlichen und fachlich begründeten Pflichten und Grenzen hinsichtlich:
    • Aufsichts- und Fürsorgepflicht
    • Delegation, Übertragen von Verantwortlichkeiten und Übernahmeverschulden
    • Organisationshaftung und Fahrlässigkeit
    • Überwachung und Entlassungsmanagement

Lern-Inhalte der einzelnen Weiterbildungs-Einheiten:

26.06.2013 Kardiovaskuläre Physiologie und Notfälle Prof. R.Wiest
10.07.2013 Respiratorische Physiologie und Notfälle PD Dr. J .Niess

Jeweils für jeden Themenblock: Vermittlung von:

  • • Basiswissen des jeweiligen Organs bzgl. Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
  • • Nomenklatur und Definitionen
  • • Ueberwachungskriterien Herz-Kreislauf und Atmung
24.07.2013 Pharmakologie und Anwendung Sedativa, Analgetika und vegetativ wirksame Medikamente – Teil 1 Dr. O. Carstens
07.08.2013 Pharmakologie und Anwendung Sedativa, Analgetika und vegetativ wirksame Medikamente – Teil 2 Prof. R. Wiest

Pharmakologische Grundlagen von intravenösen Anästhetika, die in der Endoskopie zur Anwendung
Kommen. Anwendung von Sedativa, Analgetika und vegetativ wirksamen Pharmaka

  • • Dosierung
  • • Applikationstechniken
  • • Wirkungseintritt, Wirkungsdauer
  • • Kontraindikationen
  • • Nebenwirkungen
  • • Kombinationen und Risiken der einzelnen Sedierungskonzepte
  • • Besonderheiten von Propofol

Einführung in die Pharmakokinetik (Absorption, Verteilung und Eliminierung des Wirkstoffes im
Organismus)


21.08.2013 Prä-endoskopisches Management Dr. H. Horvath
  • • Risikoeinschätzung des Patienten, Scores
  • • Abgrenzung von Risikosituationen, die die Anwesenheit eines Anästhesisten erforderlich
  • machen, Vorbereitung und differentialtherapeutischer Einsatz von Sedierung / Narkose
  • • Patientenübernahme
  • • Aufklärungspflicht des Arztes / der Ärztin
  • • Vorbereitung des Patienten (Information und Instruktion des Patienten, Lagerung,
  • Standardmonitoring)
  • • Vorbereitung der Medikamente
  • • Hygiene Richtlinien hinsichtlich Medikamentenvorbereitung
     
04.09.2013 Intra-/Postendoskopisches Management Teil 1 Prof. R. Wiest
18.09.2013 Intra-/Postendoskopisches Management Teil 2 Dr. H. Horvath

 Strukturelle – personelle Voraussetzungen

  • • Räumliche Voraussetzungen unter dem Aspekt des Notfallmanagements
  • • Ausstattung Eingriffsraum (essentielles und empfohlenes Zubehör)
  • • Arbeitsplatzausstattung
  • • Notfallinstrumentarium und Medikamente
  • • Anzahl und Qualifikation des Personals bei Analgosedierung
  • • Spezielle Anforderungen an Anzahl und Qualifikation des Personals bei Risikopatienten

Intraendoskopisches Management

  • • Organisation und Ablaufplanung (Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen)
  • Dosierungsrichtlinien
  • Applikationsmethoden
  • Hygiene-Richtlinien hinsichtlich Medikamentenapplikation und -lagerung
  • Überwachung / Beobachtungskriterien

 Komplikationsmanagement

  • • Ateminsuffizienz, Indikationen zur Intubation
  • • Kreislaufinsuffizienz, Schock
  • • Umsetzung der neuen Reanimationsleitlinien
  • - BLS (Basic life support)
  • - ACLS (Advanced cardiac life support)
  • • Abgrenzung von Risikosituationen, die die Anwesenheit eines Anästhesisten erforderlich
  • machen, Vorbereitung und differentialtherapeutischer Einsatz von Sedierung / Narkose

Postendoskopische Überwachung
Ausstattung Überwachungsraum (essentielles und empfohlenes Zubehör)

  • • Übernahme
  • • wesentliche Informationsinhalte des Übernahmegespräches
  • • Überwachungskriterien beurteilen, einschätzen, sichern
  • • Atmung
  • • Herzkreislauffunktionen
  • • Bewusstsein
  • • Übelkeit, Erbrechen
  • • Schmerzen
  • • Schwitzen, Frieren
  • • Wasser lassen
  • • Entlassungsmanagement
  • • Organisatorischen Fragen des Entlassungsmanagements
  • • Entlassungskriterien
  • • Instruktionen und Verhaltenshinweise
23.10.2013 Rechtliche und forensische Aspekte Prof. A. Macpherson

Juristische Aspekte (2 Stunden)

  • • Aufsichts- und Fürsorgepflicht
  • • Delegation, Übertragen von Verantwortlichkeiten und Übernahmeverschulden
  • • Organisationshaftung und Fahrlässigkeit
  • • Überwachung und Entlassungsmanagement
  • • rechtliche Besonderheiten der Propofolsedierung und NAPS (z.B. Delegationsgrenzen)
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